Leistungswettbewerbe
der Feuerwehren der Samtgemeinde Sottrum:
Im ersten Abschnitt dieser Wettkämpfe wird die praktische Ausbildung
der Mannschaft geprüft:
Hier ist ein in den Wettkampfbestimmungen genau definierter Einsatzablauf
abzuarbeiten, der auf die Mannschafts- und Ausrüstungrstärken einer
Ortsfeuerwehr mit Grundausstattung genau zugeschnitten
ist.
- Ausgangslage ist die Annahme, daß es im Ort zu einem Brand in einer
Wohnung gekommen ist.
Ferner hat sich an der Einsatzstelle ein Verkehrsunfall ereignet.
Die Ortsfeuerwehr wird alarmiert und rückt zur Einsatzstelle aus. Hier
findet der Gruppenführer / Einsatzleiter folgende Lage vor:
Die Mannschaft beginnt nach den Weisungen des Gruppenführers den
ohnmächtigen Fahrer aus dem PKW zu retten und leitet die ersten lebensrettenden
Maßnahmen ein.
Zeitgleich baut der Rest der Löschgruppe eine Wasserversorgung aufzubauen.
Ferner wird eine Leiter in Stellung gebracht, um den vermeintlichen Brand im
ersten Stock wirkungsvoll und mit möglichst geringem Wassereinsatz zu
bekämpfen. Zur Abriegelung des Brandes werden anschließend außerdem zwei
Trupps mit Strahlrohren zum Einsatz gebracht.
Nachdem die Wasserversorgung aufgebaut ist und von den Trupps "nur
noch" ein paar Scheinziele in Form von Wasserkanistern
"bekämpft" worden sind, ist das komplette eingesetzte Material wieder
in das Einsatzfahrzeug zu verladen.

Diese ganze Prozedur ist in maximal 12 Minuten abzuwickeln.
Was sich hier so einfach anhört, wird aber in der Realität nicht nur durch
"gnadenlose Wettkampfrichter" gebremst, die jeden Handgriff
überwachen, sondern auch noch durch Sichthindernisse erschwert.
Jeder Befehl der nicht korrekt zum richtigen Zeitpunkt gegeben, oder
Handgriffe die nicht oder nicht in der richtigen Reihenfolge ausgeführt werden,
haben unweigerlich schmerzliche Punktabzüge zur Folge.
Auch nicht beachtete Unfallverhütungsvorschriften werden zu Recht in
gleicher Weise geahndet.
Im zweiten Abschnitt werden neben dem Gruppenführer auch dem Melder
und dem Maschinisten theoretische Fragen aus dem jeweiligen Aufgabengebiet
gestellt. Der Maschinist und der Melder kann aus einem Fragenkatalog von jeweils
50 Fragen geprüft werden, der Gruppenführer jedoch muß sich gleich aus einer
Sammlung von 100 Fragen auskennen.
Im dritten Abschnitt wird der Gruppenführer noch einmal alleine
geprüft. Hier gilt es, auf einer Waldbrandeinsatzkarte (WBEK) eine Koordinate
zu ermitteln bzw. anhand einer Koordinate die jeweilige Örtlichkeit zu finden.
Als Resümee bleibt nur: Die Wettkämpfe sind als gut zu bewerten, haben sie
doch eine positive Auswirkung auf den Ausbildungsstand der
beteiligten Gruppen.
Obwohl sie für die Ausbildung förderlich sind, sind sie aber bei den
Gruppen gleichwohl überwiegend unbeliebt, weil die Wettkampfrichter so
kleinlich bewerteten müssen, um überhaupt noch Unterscheidungen bei den auf
einem hohen Ausbildungsstand befindlichen Gruppen zu finden.