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Feuerwehr:
einst und jetzt .... Obwohl es Anfang der dreißiger Jahre in der
eigenständigen Gemeinde Stuckenborstel bereits eine ”Pflichtfeuerwehr” gab,
fanden sich im Jahre 1936 noch zusätzlich 19 Männer zusammen, die weiterhin
freiwillig bereit waren, das Hab und Gut ihrer Mitmenschen innerhalb des Dorfes
zu schützen. Dies geht aus dem nachfolgenden Protokoll der Gründungsversammlung,
welches noch in altdeutscher
Schrift geschrieben und vom Bürgermeister J. Köhnken beglaubigt wurde, hervor. Am 16. November 1936 unterzeichneten 19 Gründungsmitglieder
ihren Beitritt zu der zu gründenden "Freiwilligen
Feuerwehr", deren Satzung zunächst das Gesetz über das Feuerlöschwesen
vom 15. Dezember 1933 bildete.
Es galt der Wahlspruch
- Einer für Alle, Alle für Einen – In
diesem Sinne wurde auf der Gründungsversammlung am 16. November 1936 der
Grundstein zu einer bis heute leistungsstarken Freiwilligen Feuerwehr gelegt. In
der Satzung der damaligen Freiwilligen Feuerwehr ist zu lesen: Der
Verein ”Freiwillige Feuerwehr Stuckenborstel” hat den Zweck, im Rahmen des
Gesetzes über das Feuerlöschwesen vom 15. Dezember 1933 die Gefahren
abzuwehren, die der Allgemeinheit oder dem Einzelnen durch Schadenfeuer drohen.
Hierzu sind gesunde, kräftige und gewandte Männer, die den Anforderungen des
Dienstes in der Wehr genügen, einen guten Ruf und das 18. Lebensjahr vollendet
haben, aufzunehmen. Die Bewerber müssen Bürger der Gemeinde Stuckenborstel
sein. Die Mitglieder der Wehr sind im Sinne des Staates zu opferwilliger
Gefolgschaft, zum mutvollen und unermüdlichen Einsatz ihrer besten Kräfte für
das Vaterland und zu treuer Kameradschaft und Pflichterfüllung zu erziehen.
Mitglieder der Wehr sind außerdem den Dienstvorschriften entsprechend zu
schulen und zu Einheitsfeuerwehrmännern auszubilden. Außerdem sollen sie durch
Vorträge und sportliche Übungen an Geist und Körper ertüchtigt werden. Soweit der Auszug aus der Satzung. Leider sind
aus der ersten damaligen Zeit keine erschöpfenden Unterlagen überliefert, so
dass bis zum Jahre 1948 nur einige wenige Unterlagen und Briefe Auskunft über
die Freiwillige Feuerwehr Stuckenborstel geben. Zum
ersten Gemeindebrandmeister der Freiwilligen Feuerwehr Stuckenborstel wurde
Friedrich Cordes und zu seinem Stellvertreter Johann Sackmann ernannt. Als
Feuerwehrhaus – damals noch Spritzenhaus genannt - wurde ein Gebäude an der
Ecke
Die
Freiwillige Feuerwehr Stuckenborstel
hatte im Jahre 1937 eine Stärke von 18 Mann und verfügte u.a. über eine
Handdruckspritze mit 150 Metern
C-Schlauch. Nach
dem Krieg im Jahre 1946 war vom ganzen Feuerwehrgerät nur noch die
Handdruckspritze und ca. 90 Meter C-Schlauch in einigermaßen gutem Zustand
vorhanden. Im
Jahre 1948 gab es in der Gemeinde Stuckenborstel 343 Einwohner
von denen 40 Feuerwehrmitglieder waren. Eine Motorspritze für die
Freiwillige Feuerwehr war zwar beantragt, aber noch nicht geliefert worden. Ab
dem Jahre 1948 wurde das erste Mal ein sogenanntes Protokollbuch für durchgeführte
Sitzungen eingerichtet, so dass man von diesem Zeitpunkt an in einer
chronologischen Reihenfolge von Ereignissen in der Freiwilligen Feuerwehr
berichten kann. Im Jahre 1950 erhielt die Freiwillige Feuerwehr
Stuckenborstel eine neue Motorspritze (Tragkraftspritze) "Magirus".
Damit wurde die alte Handdruckspritze abgelöst. Die neue Spritze mußte dann
auch bereits am Silvesterabend bei einem Brand in Ottersberg eingesetzt werden.
Ausgerückt wurde ab jetzt mit einem Tragkaftspritzenanhänger, gezogen von
einem Traktor. Die anstrengende Muskelarbeit der einzelnen Feuerwehrmänner, die
die Pumpe von Hand betreiben mußten, viel somit weg. Auch die sogenannten
"Hand- und Spanndienste", wonach die Landwirte Pferdegespanne zum
Ziehen der Pumpe stellen mußten, entfielen.
Im
Protokoll der Generalversammlung der Freiwilligen Feuerwehr vom 1.12.1951 ist
vermerkt, dass der Brandmeister Friedrich Cordes nach seiner 15-jährigen
Amtszeit mit Dank verabschiedet und als neuer Gemeindebrandmeister Hinrich Köhnken
ernannt wurde. Die
Wehr hatte seinerzeit 20 aktive und 15 fördernde Mitglieder. Im
Jahre 1960 war die Wehr im u.a. Einsatz beim Brand im Jugendheim (Öhlerich In
der Heide), auf der Autobahn bei einem Autobrand und bei einem Scheunenbrand bei
Kahrs in Sottrum. 1961 verabschiedete der Rat der Gemeinde
Stuckenborstel eine eigene Satzung für die Wehr. Im
Jahre 1962 brannte das Wohn- und Stallgebäude Knobbe (auf dem Platz des
heutigen Restaurants Alexis Zorbas) komplett ab. Ein weiterer Brand war in der
offenen Scheune bei Stadie - Brettmann entstanden. Zu
den bisher jährlich immer wiederkehrend durchgeführten Kameradschaftsabenden
der Freiwilligen Feuerwehr Stuckenborstel wurde 1963 zur ersten Male sehr
erfolgreich ein Erntefest veranstaltet. 1964
gab es einen kleinen Entstehungsbrand in der Brettmann‘schen Mühle, der
jedoch sehr schnell gelöscht werden konnte. Im
Jahre 1965 war ein kleiner Grasbrand an der Eisenbahn bei Posten 17 und ein
Schornsteinbrand im Hause Rudi Lindes zu bekämpfen. Auf der Jahreshauptversammlung am 19. Januar 1967
trat der langjährige Gemeindebrandmeister Hinrich Köhnken nach 15 Jahren
Amtszeit zurück. Er wird zum Ehrenbrandmeister ernannt und zum neuen
Gemeindebrandmeister wurde Johann Klee gewählt. Alle notwendigen Investitionen für die Ausrüstung
mußte zu dieser Zeit die Gemeinde Stuckenborstel tragen. So wurde z.B. ein VW
"Bully" als TSF (T) angeschafft, dessen offizielle Übergabe am 01.
Mai 1968 stattfand. Damit
hatte der seit langen Jahren genutzte Feuerwehranhänger als Transportmittel für
alles vorhandene Feuerwehrgerät ausgedient, da die Wehr nun endlich ein
motorisiertes Fahrzeug im Werte von 6611,-- DM erhielt. Dieses kam bereits am
19.Oktober bei einem Dachstuhlbrand des Hauses Erwin Becker in der Mühlenstraße
zum Einsatz. In früheren Zeiten erfolgte die Alarmierung der
Wehr durch das Läuten der Glocke am Glockenturm und zwei Feuerhörner. Diese
lagerten bei Johann Sackmann und Friedrich Cordes. Im Alarmfall schwangen sich
die Kameraden auf das Fahrrad und bliesen aus Leibeskräften ins Horn.
Im Jahre 1969 wurde zur Alarmierung auf dem Schulhaus in Stuckenborstel eine Sirene errichtet. Bis in die 90er Jahre hinein war es eine Aufgabe der Kameraden der Alters- und Ehrenabteilung jeden Samstag Punkt 12.00 Uhr die Sirene zur Probe auszulösen. Seit dieser Zeit wird dies von der Einsatzleitstelle in Zeven zentral gesteuert. Auf
der Autobahn Höhe Grundbergsee musste 1969 ein Lkw-Brand von den
Stuckenborsteler Einsatzkräften gelöscht werden. Im
Frühjahr 1970 rückte die Feuerwehr Stuckenborstel zur Unterstützung der
Feuerwehr Sottrum aus. Nach plötzlichem Tauwetter standen hier die Gebäudekeller
des Umspannwerkes Sottrum unter Wasser. Im
Sommer musste noch ein Fahrzeugbrand auf der B 75 Richtung Ottersberg bekämpft
werden. Am
29.11.1970 erfolgte die Übergabe und Inbetriebnahme der neuen Tragkraftspritze
TS 8/8. Somit hatte die bis dato über 20 Jahre alte Magirus-Motorspritze zwar
ausgedient, wird aber im Stuckenborsteler Feuerwehrhaus bis heute in Ehren
gehalten. Die
neue TS 8/8 kam dann 1971 schon bei 3 Bränden zum Einsatz. Es waren eine
Rauchentwicklung in der Werkstatt der Firma Herwig und zwei Brände in der
Gaststätte Poppe, wobei ein Brand bei einem schweren Gewitter durch einen
Blitzschlag entstanden war. Im
Jahre 1972 gab es einen weiteren Brand in Brettmanns Mühle und neben der
kunststoff-verarbeitenden Fabrik
Stelling brannte ein großer Heuhaufen. 1973
hatte die Freiwillige Feuerwehr Stuckenborstel mehrere Einsätze zu bewältigen.
Zweimal brannte es im Silo an der Mühle. Bei Hinrich Köhnken brannte die
Scheune und zweimal gab es Flächenbrände an der Eisenbahn. Am Heiligabend
brannte dann das Wohnhaus von Auguste Feil In der Heide komplett ab. Durch die Gebietsreform im Lande Niedersachsen am
01. März 1974 wurde aus der selbständigen Gemeinde Stuckenborstel der Ortsteil
Stuckenborstel mit der Samtgemeinde als Träger des Brandschutzes. Durch diese
Zusammenlegung wurde aus dem Gemeindebrandmeister
der Ortsbrandmeister. Im 40. Jahr des Bestehens der Freiwilligen
Feuerwehr wurde am 11. September ein neues, den Erfordernissen entsprechendes,
Feuerwehrgerätehaus an der Reeßumer Straße bezogen. Gleichzeitig fanden auch die Gemeindewettkämpfe
der Samtgemeinde Sottrum (seit der Gemeindereform mit 15 Mitgliedsfeuerwehren)
auf ”Dohrmanns” Weide statt. Die Wehr Stuckenborstel erringt zum ersten Mal
bei Wettkämpfen den 1. Platz in der TS-Gruppe und vertritt im nächsten Jahr
die Feuerwehren der Samtgemeinde Sottrum auf Kreisebene.
1976, wurde unter Leitung von Karsten Buthmann unter großem Zulauf die Jugendabteilung gegründet. Zum ersten Dienst am 24. Oktober 1976 erschienen 14
Jungen im Alter von 10 - 16 Jahren die in feuerwehrtechnischer Ausbildung das Rüstzeug
für den Dienst in der freiwilligen Feuerwehr erlernen. Im Oktober 1976 übernahm die Ortswehr
Stuckenborstel vom Landkreis Rotenburg ein Löschgruppenfahrzeug LF 16 TS und
wurde damit in der Feuerwehrbereitschaft 14 im Katastrophenschutz bundesweit
einsetzbar.
In Folge verstärkter Bautätigkeit in
Stuckenborstel wurde im Jahre 1977 erstmalig die Errichtung eines zusätzlichen
Löschwasserbrunnens im Wohngebiet "Am Himpberg" bei der Samtgemeinde
Sottrum beantragt, nachdem die Gemeinde Stuckenborstel bereits ein Netz von 5 Löschwasserbrunnen
geschaffen und unterhalten hatte. Am 12. Oktober 1978 erfolgte die Gründung des
Kegelklubs "Roter Hahn Stuckenborstel", in dem alle interessierten
aktiven und passiven Kameraden einen weiteren Zusammenschluß fanden. Am 27. April 1980 stellte Ortsbrandmeister Johann
Klee nach 13 Jahren sein Amt zur Verfügung. Als neuer Ortsbrandmeister übernahm
Hans Lünsmann die Leitung der Wehr. Das neu gefasste Niedersächsische
Brandschutzgesetz vom 01. April 1978 ermöglichte erstmals die Aufnahme
weiblicher Gemeindemitglieder in den aktiven Dienst der Feuerwehren. Am 27.
August 1980 erfolgte die Gründung der Frauenabteilung durch den Eintritt von 14
Frauen. Für die Frauengruppe übernahm zunächst Ingo Lienhop ein Jahr lang das
Amt des Gruppenführers. Anschließend wurde Inge Könsen Gruppenführerin und
leitet diese Gruppe bis zum heutigen Tage erfolgreich. Ohne Frauen in den
Freiwilligen Feuerwehren wäre heutzutage ein sicherer Brandschutz in den Orten
an vielen Stellen nicht mehr gewährleistet. Am 27. August 1981 kam es in Stuckenborstel zu
einem weiteren schweren Brand. Der ehemalige Saal mit angebauter Scheune des
Gasthauses Könsen brannte ab. Die danebenliegenden Wohn-Gebäudeteile konnten
durch den schnellen Einsatz der Feuerwehr Stuckenborstel erhalten werden. Seit der Errichtung einer neuen
Feuerwehrtechnischen Zentrale in Zeven waren von der Freiwilligen Feuerwehr
Stuckenborstel Klaus Brüns als Atemschutzgeräteträgerausbilder und Ingo
Lienhop als Funkausbilder auf Kreisebene dort tätig. 1983 gab es einen kleinen Brand in der Futterküche
des Hauses Fritz Schwanz im Eichenweg, der aber schon durch den Einsatz eines
Pulverlöschers bekämpft werden konnte. Zur
Pflege der Kameradschaft veranstaltet die Wehr zunächst u.a. einmal im Jahr
einen bunten Abend und in späteren Jahren einen Grillabend, zu dem noch heute
alle aktiven und fördernde Mitglieder eingeladen werden. Ebenfalls 1984 stellte Karsten Buthmann als
Jugendwart zur Verfügung. Da kein neuer Jugendwart gefunden werden kann, ruht
die Jugendabteilung bis 1986. Das LF 16 TS wurde 1985 mit Bundesmitteln durch ein
neues Fahrzeug ersetzt. Das ausgemusterte Fahrzeug konnte die Samtgemeinde
Sottrum übernehmen und der Ortswehr Sottrum zur Verfügung stellen. Dort
versieht dieses Fahrzeug bis heute zuverlässig seinen Dienst. Im Jubiläumsjahr 1986 führte die Freiwillige
Feuerwehr Stuckenborstel mit 50 aktiven Mitgliedern, 11 Mitgliedern in der
Altersabteilung und 69 fördernden Mitgliedern einen Tag der offenen Tür durch
und feierte zusätzlich ihr 50-jähriges Jubiläum mit der Ausrichtung der
Gemeindewettkämpfe. Auch die Jugendfeuerwehr Stuckenborstel lebt wieder
auf. Unter Führung von Jugendfeuerwehrwart Michael Schulze und Frank Lehmann
treten wieder 13 Jugendliche in die Jugendwehr ein.
Im Jahre 1987 mußte die Feuerwehr Stuckenborstel
allein sieben Mal zu Brandeinsätzen in Reeßum und Hilfseinsätzen im eigenen
Ort ausrücken. Ab 1988 ist Frank Lehmann hauptverantwortlich als
Jugendfeuerwehrwart für die Jugendabteilung zuständig. Im Jahre 1988 waren keine Einsätze zu verzeichnen.
Auch 1989 wurde die Wehr wieder sieben Mal
alarmiert, u.a. zum Großsilobrand beim Landwirt Rolf Sackmann, der auch die
umliegenden Wehren mehrere Tage in Atem hielt. Am 16. April 1989 entgleisten mehrere mit gefährlichen
Chemikalien beladende Eisenbahnwaggons im Bereich des Bahnhofs Rotenburg und
erforderte damit den Einsatz der kompletten Feuerwehrbereitschaft Rotenburg und
damit auch der FF Stuckenborstel. 1990 war die Freiwillige Feuerwehr Stuckenborstel
einmal zur Unterstützung bei einem größeren und länger anhaltendem Moorbrand
in Hellwege zum Einsatz. Nicht nur der unermüdliche Einsatz aller Feuerwehren
der Samtgemeinde, auch einer Heeresfliegerstaffel aus Celle mit ihren Großhubschraubern
und Löschwasseraussenbehältern war es zu verdanken, das dieser Brand schließlich
unter Kontrolle gebracht werden konnte. Ein Wohnhausbrand in Reeßum sah die
Stuckenborsteler später im Jahr nochmals im erfolreichen Einsatz. Ebenfalls 1990 ist jetzt Ilka Kortz als Leiterin für
die Jugendfeuerwehr zuständig. 1991 wurde die Wehr zu einem Wochenendhausbrand in
Everinghausen, einem Buschholzbrand In der Heide, einem Scheunenbrand bei
Landwirt Jan-Uwe Klee, sowie einem Wohnhausbrand Nähe Grundbergsee, alarmiert. 1992 waren drei kleinere Brand- und zwei
Hilfeleistungseinsätze zu bewältigen. Am 01.Juli 1992 übernahm Lüder Könsen die
Leitung der Wehr als Ortsbrandmeister von Hans Lünsmann. Zu diesem Zeitpunkt bestand die Wehr aus 48 aktiven
Mitgliedern, davon 13 weibliche Mitglieder. Die Alters- und Ehrenabteilung umfaßte
11 Kameraden. Die Jugendfeuerwehr zählte 14 Mitglieder. 1993 war wieder ein Unterstützungseinsatz in Reeßum
beim Scheunenbrand hinter dem Gasthaus Seeger und einige Hilfeleistungseinsätze
zu bewältigen. Im Dezember 1994 traf es die Freiwillige Feuerwehr
Stuckenborstel besonders hart. Das seit 1976 vom Bund im Rahmen des
Katastrophenschutzes für die Kreisbereitschaft zur Verfügung gestellte LF 16
TS wurde nach Auflösung der Bereitschaft plötzlich abgezogen. Somit stand in
Zukunft für die Ortswehr Stuckenborstel nur noch das alte TSF-T zur Verfügung,
wobei die Feuerwehrleute für die Fahrten zu den Einsatzorten wieder ihr eigenes
Privatfahrzeug benutzen mußten, weil im TSF-T maximal nur drei Plätze
vorhanden waren. 1995 waren wieder zwei Brandeinsätze, ein
Heckenbrand in Sottrum Nähe Score-Tankstelle sowie ein Wohnhausbrand an der
Everinghauser Straße 155, zu bewältigen.
Gruppenbild 1995 vorne
Jugendfeuerwehr:
1996 wurde die Freiwillige Feuerwehr Stuckenborstel
zur Unterstüzung der FF Sottrum zu einem Dachstuhlbrand in der Händelstraße
angefordert. Ferner verzeichnen die Berichte einen Pkw–Brand in der Mühlenstraße
in Stuckenborstel, sowie einen Lkw-Brand / schweren Verkehrsunfall auf der A 1,
bei dem trotz schnellstem Einsatz aller verfügbaren Kräfte und Mittel aus
Stuckenborstel, Sottrum und Hassendorf zwei Personen verbrannten. 1997 brannte Im Stubbenkamp 7 eine Wohnung des
Hauses Reinhard Lehmann völlig aus und im Bereich Everinghausen gab es wieder
mehrere Brandstiftungen, dem auch die Scheune mit Viehstall des Landwirtes Röpke
zum Opfer fiel. Ab 1997 ist Tobias Harling als Jugendfeuerwehrwart
Tobias Harling verantwortlich für die Jugendfeuerwehr Stuckenborstel. Am 24. Juli 2000 wurde das inzwischen 32 Jahre alte
TSF-T von der Samtgemeinde Sottrum ausgemustert und die Freiwillige Feuerwehr
erhielt ein neues etwas größeres Tragkraftspritzenfahrzeug, mit dem jetzt zusätzlich
zum vorhandenen Gerät noch fünf
Feuerwehrleute mit zum Einsatzort transportiert werden können. Das ”ausgemusterte” alte TSF-T erhielt jedoch
noch eine Chance in dem es durch einen Sponsor, die Kfz-Werkstatt
Jürgen Wachholz - fachgerecht wieder so in
Stand gesetzt werden, dass es noch weiterhin für die Stuckenborsteler
Wehr als Transportfahrzeug für allerlei Gerätschaften und andere leichtere
Aufgaben dienen konnte. Hierbei ist jedoch zu bemerken, dass sämtliche hieraus
entstehenden Kosten für den Betrieb des Fahrzeuges von der Freiwilligen
Feuerwehr Stuckenborstel selbst getragen werden. In diesem Jahr mussten aber
auch noch zwei Hilfeleistungseinsätze und fünf Brandeinsätze bewältigt
werden. Im Jahre 2002 mußte ein neuer Ortsbrandmeister gewählt
werden. Lüder Könsen, der inzwischen zum Gemeindebrandmeister der Samtgemeinde
Sottrum ernannt worden war, stand hierfür aufgrund der gesetzlichen Regelungen
nicht mehr zu Verfügung. Als neuer Ortsbrandmeister wurde auf der
Jahreshauptversammlung 2002 Ingo Lienhop gewählt. Im Jahre 2002 wurde dann die Freiwillige Feuerwehr
Stuckenborstel stark belastet. Die Feuerwehr hatte 22 Hilfeleistungs- und 3
Brandeinsätze zu bewältigen. Mehrmals
fasste die Regenwasserkanalisation in der Stuckenborsteler Straße die
anfallenden Wassermassen des ”Jahrhundertregens” nicht und Gullys mussten
abgepumpt werden. Im Buckstever Weg bestand die Gefahr, dass das Wohnhaus von
Rudi Hagedorn vom Hochwasser überflutet würde. Dies konnte jedoch durch
Errichten eines kleinen Dammes und Abpumpen der Gefahrenstelle verhindert
werden. Ebenso mussten im Bereich In der Heide am 1. Weihnachtstag weit über 30
Bäume abgesägt und entfernt werden, die durch extreme Eisbildung kreuz und
quer über den Straßen im Wochenendgebiet lagen. Am 31.12.2002 verfügte die Freiwillige Feuerwehr
Stuckenborstel über 39 aktive Mitglieder, über 13 Mitglieder in der
Altersabteilung, 1 Ehrenmitglied in
der Altersabteilung, 15 Mitgliedern in der Jugendfeuerwehr und 93 fördernde
Mitglieder. In den Abendstunden des
07. August 2003 heulten in
Stuckenborstel wieder die Sirenen. Ein riesiger schwarzer Rauchpilz über dem
Gewerbegebiet ”Barkhof”, der sogar zu Feuerwehr Alarmierungen im Flecken
Ottersberg führte und der noch von der Bremer Universität aus deutlich zu
sehen war, versprach den Einsatzkräften nichts Gutes. Es stellte sich heraus,
daß auf dem Recyclinghof der Firma ATR eine Sortiermaschine heißgelaufen war
und daß das durchlaufende Material eine riesige Lagerhalde entzündet hatte.
Diese mußte in den folgenden Stunden mit Radladern und Baggern komplett
umgeschichtet und jede Schaufel einzeln abgelöscht werden. Neben der
Stuckenborsteler und Sottrumer Wehr, waren Kräfte aus Ottersberg, Hassendorf,
Horstedt, Reeßum, Taaken, Ahausen, Hellwege, Bötersen, Rotenburg, und dem
Gefahrgutzug Zeven annähernd 16 Stunden im Einsatz. Das
Einsatz-Jahr begann für die FF am 20.03.04 um 23.00 Uhr. Hier galt es die
Sturmschäden in Form von Ästen in der Heide zu beseitigen. Der
zweite Hilfeleistungseinsatz am 21.03.04 brachte vom gleichen Sturmtief schon
wesentlich dickere Äste auf den Boden – diesmal am Stuckenborsteler Hof. Am
23.07.04 waren wir von 23.50 Uhr bis 04.00 Uhr beim Brandeinsatz in
Everinghausen. Hier brannte –
ausgelöst durch einen def. Wäschetrockner ein kleines Holzhaus in voller
Ausdehnung. Erspart
geblieben ist der Wehr in diesem Jahr zum ersten Mal seit 2001 die sogenannte
”Weihnachtskatze”. Hatte sich in den Jahren 2002 und 2003 jeweils an
Heiligabend noch ein und der selbe Stubentiger auf einen Baum verirrt so hatte
er 2004 offensichtlich dazu gelernt und die Feuerwehr konnte im Standort
bleiben. Im Jahre 2004 erhielt die Feuerwehr auch nach fast
17 Jahren endlich wieder einen Gruppen / Unterrichtsraum. Ursprünglich befand
sich dieser im Erdgeschoß der Alten Schule und mußte Jahr 1987 geräumt
werden, da die Gemeinde Asylbewerber unterbringen mußte.
Gebäude Alte Schule (um 1926)
heute In den folgenden Jahren bemühten sich alle
Beteiligten eine zufriedenstellende Lösung zu finden, jedoch scheiterte dies
entweder an fehlenden Mitteln bzw. anderen Schwierigkeiten. So galt es zunächst
eine Kindergartengruppe unterzubringen und später den Kindergarten sogar um
eine weitere Gruppe zu vergrößern. Im Jahr 2004 war es dann jedoch endlich so
weit. In einer beispielhaften Zusammenarbeit mit dem Kindergarten
”Kunterbunt” sowie dem TSV Stuckenborstel konnten die Räume im Obergeschoss
der alten Schule gemeinsam erschlossen werden. So entstand u.a. für die
Feuerwehr ein funktionaler Gruppen- / Unterrichtsraum der seitdem zusammen mit
dem Kindergarten und TSV genutzt wird und somit einen hohen Nutzungsgrad sowie
damit verbunden ein sehr positives Kosten-Nutzen Verhältnis aufweist. Außerhalb der Ortswehr Stuckenborstel sind
Kameraden im Samtgemeinde- und Kreisgebiet als Ausbilder tätig. Seit November 1982 finden regelmäßig mindestens
4x jährlich von der Feuerwehr organisierte Altpapiersammlungen im Ortsgebiet
statt. Der alljährlich stattfindende Laternenumzug des
TSV Stuckenborstel sowie den Kindergartens ”Kunterbunt” wird von Mitgliedern der Wehr unterstützt.
Wehrführer der Freiwilligen Feuerwehr Stuckenborstel
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