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Dieses Jahr hatten wir eine
Premiere. Die Abnahme der Leistungsspange. Sie ist die höchste
Auszeichnung bei Jugendfeuerwehren. Da man erst ab 15 Jahren abnahmeberechtigt
ist, konnten wir alleine keine Gruppe stellen. Also taten wir uns mit
Hassendorf und Ahausen zusammen um starten zu können. Die Verantwortung übernahm
der stellvertretende Kreisjugendwart Christian Meirose zusammen mit dem
Gemeindejugendwart Jens Schiller. Unterstützt wurden sie von den Jugendwarten
Tobias Harling und Jens Behrens sowie deren Stellvertretern Jens Schlüter und
Mirko Meirose. Seit Anfang August übten
sich die Jugendlichen im Löschangriff, einer Schnelligkeitsübung (ausrollen
von 8 C-Schläuchen), Kugelstoßen und Staffellauf. Zusätzlich mussten sie ihr
allgemein- und feuerwehrtechnisches Wissen unter Beweis stellen. Im Löschangriff gibt es
hier keine Zeitvorgabe, es ist nur wichtig das man am Schluß theoretisch Wasser
aus den Strahlrohren bekäme. Die Schnelligkeitsübung
musste in maximal 75 Sekunden absolviert werden. Beim Kugelstoßen musste
die Gruppe zusammen eine Mindestweite von 55 Metern erreichen und im Staffellauf
1500 Meter in maximal 4.10 Minuten zurücklegen. Schnell wurde klar, das Löschangriff
und Schnelligkeitsübung kein Problem darstellen würden. Auch der Fragebogen
war eine Leichtigkeit. Sorgen bereiteten uns die Sportdisziplinen. Im Kugelstoßen
schaffte die Gruppe die erforderliche Weite erst an den letzten Übungstagen
knapp, die Zeit im Staffellauf überhaupt nicht. Nachdem wir einen
Personaltausch vornahmen, kamen wir zumindest in Reichweite der Zeitvorgabe.
Bestanden hätte die Gruppe so aber nicht. Dennoch schätzte ich die Leistungen
so ein: Es wird knapp, aber sie schaffen es. Tja, und es wurde spannend.
Aus psychologisch-taktischen Überlegungen heraus ließen wir die Jugendlichen
die Übungen in der Reihenfolge von sichere Punktzahl bis schaffen wir eventuell
nicht absolvieren. Das war auch gut so. Der Löschangriff brachte die volle
Punktzahl, die Schnelligkeitsübung noch mal 2. Der Fragebogen war auch nicht
der Rede wert und sicherte uns weitere 4 Punkte. Pro Übung kann man maximal
4 Punkte erreichen, muß aber in jeder Übung mindestens einen erringen, um zu
bestehen. 10 Punkte sind Minimum um nicht durch zu fallen. 10 Punkte hatten wir „im
Sack“, aber es fehlten noch das Kugelstoßen und der Staffellauf, unsere
Sorgenkinder. Nachdem 8 Teilnehmer gestoßen
hatten, sah es nicht gut aus. Zu groß die Entfernung zur Mindestweite. Carsten
Lienhop als letzter Stoßer. Christian verzweifelt „ Das wird nichts“.
Konter von mir „ Der schafft das!“. Ein „HSV ist scheiße“ wirkt
manchmal wahre Wunder, zumindest bei Carsten. Das machte noch nen Meter zusätzlich
aus. 55,30. Puh. Zuletzt der Staffellauf.
Unsere beste Zeit auf der Straße: 4.23 m. Vorgabe 4.10. Unser Ergebnis auf der
Tartanbahn: 4.13. Das reicht nicht. Hier kein Punkt. Aber wir durften die Übung
wiederholen. Carsten hatte als Schlussläufer 250 Meter gelaufen. Das konnte er
nicht noch mal schaffen. Ich verteilte 100 Meter auf 4 Läufer, also diese je 25
Meter mehr, Carsten 100 Meter weniger. Nach einer halben Stunde
waren wir wieder bereit. Die Jugendwehr Langwedel unterstützte uns tatkräftig,
indem sie freiwillig noch mal lief. Noch einmal holten alle das
letzte aus sich heraus. In der Mitte des Platzes schrie ich mir die Lunge aus
dem Hals um alle an zu feuern. 4.06. Geil. Das reicht! Bestanden! Carsten mein
Held! Der Jubel war groß und der
Nachmittag nach der Verleihung lang. Wir feierten beim Pizzaessen in Hassendorf
und waren erleichtert, das alle Mühen nicht vergebens waren.
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